ÜBER MICH

Hiloko Kato

Ich bin Sprachwissenschaftlerin mit einem Flair für digitale Spiele.

Mit meinem linguistischen Hintergrund interessiere ich mich für die vielfältigen Schnittstellen zwischen digitalen Spielen und Sprache. Dazu zählen die semiotische Analyse von Games (verstanden als multimodale Texte), spielinteraktionsanalytische Studien auf der Grundlage ethnomethodologischer und konversationsanalytischer Ansätze sowie die Untersuchung von Games als Kulturgut aus medien- und diskurslinguistischer Perspektive.

Als Postdoktorandin im SNF-Sinergia-Projekt «Confoederatio Ludens – Swiss Game History, Play and Game Design 1968–2000» forsche ich zu Schweizer Games und Gameskultur in den Medien.  Als Lehrbeauftragte  an der Zürcher Hochschule der Künste unterrichte im MA Major Game Design. Ich arbeite  zudem  als Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar der Universität Zürich und bin assoziiert am Lehrstuhl von Prof. Dr. Noah Bubenhofer für Germanistische Linguistik . 

In meinem Habilitationsprojekt konzentriere ich mich primär auf Interaktionen im virtuellen Raum mit Fokus auf ludische Kontexte. Es geht mir dabei um die pragmatisch ausgerichtete linguistische Analyse sozialer und interaktional ausgehandelter Praktiken, die ich in erster Linie mit ethnomethodologisch-konversationsanalytischen und multimodal-interaktionslinguistischen Methoden analysiere.  Dabei steht Digitale Agency im Fokus, also wie und in welchem Kontext Handlungsmächtigkeit in virtuellen Räumen insbesondere von digitalen Spielen interaktiv nachvollziehbar gemacht wird. Dabei geht es nicht nur um menschliche Akteure allein, sondern auch wie wir virtuellen Charakteren Handlungsmächtigkeit  zuschreiben. Hier offenbart sich unsere offensichtlich genuin menschliche Sozialität, wenn wir sogar mit diesen nicht-menschlichen Akteuren (virtuellen Tieren oder menschlichen NPCs) Freundschaften schliessen. 

Seit August 2022 bin ich Chair der DSI Community Gaming mit dem Ziel, Forschende und weitere wichtige Stakeholder, die zu oder mit Games arbeiten, für einen interdisziplinären und fruchtbaren Austausch zu vernetzen. Wir organisieren Events, arbeiten an Infrastrukturen wie dem MEEET Lab an der Universität Zürich und arbeiten Projektanträge aus. Darüber hinaus engagiere ich mich national als Vorstandsmitglied der Swiss Game Developers Association (SGDA) für die Stärkung und Sichtbarkeit der Schweizer Games-Branche sowie für den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis. International bin ich aktives Mitglied der DiGRA-DACH.

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